
Während der Talkrunde: (von links) Tanja Gründer, Anke Vonhoff-Rickelt, Jutta Dettmann, Ludger Flohre, Tobias Reuter und David Fischer.© Stadt Melle Jutta Dettmann würdigte im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen die Tatsache, dass die Vorbereitungen zur Kommunalen Wärmeplanung in Melle sehr stark an Fahrt aufgenommen hätten, so dass der erste Schritt zur Umsetzung des Vorhabens bereits im Sommer dieses Jahres vom Rat der Stadt beschlossen werden könne. Die Bürgermeisterin dankte in diesem Zusammenhang insbesondere Tobias Reuter, dem Koordinator Wärmeplanung im städtischen Amt für Umwelt und Klimaschutz, und dessen Team für die ausgezeichnete Vorbereitung des Projektes. In diesen Dank schloss die Rednerin auch die projektbegleitende greenventory GmbH ein. Jutta Dettmann schloss ihre Ansprache mit den Worten: „Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir nur gemeinsam das Ziel der Wärmewende erreichen können. Insofern freue ich mich auf einen informativen Abend und auf einen spannenden Austausch.“
Im Folgenden stellte David Fischer, Geschäftsführer der greenventory GmbH, zunächst die Ergebnisse der Wärmeplanung vor. Er zeigte auf, dass in Melle noch zum größten Teil mit fossilen Brennstoffen geheizt wird. Gleichzeitig gibt es viele wenig sanierte Gebäude und alte Heizungen, wodurch es ein hohes Potenzial gibt, den Heizenergiebedarf zu reduzieren und auf regenerative Heizungen umzusteigen. Potenzielle regenerative Energiequellen gibt es dafür mehr als genug. Wie die energetische Sanierung des eigenen Gebäudes und der Umstieg auf eine neue Heizung gelingen könnte, verdeutlichte Anke Vonhoff-Rickelt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale, in ihrem Vortrag. Neben wertvollen Hinweisen rund um die Gebäudesanierung, wies sie darauf hin, dass die Beratungen der Verbraucherzentrale höchstens 40 Euro kosten und in einigen Fällen sogar kostenfrei sind. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter der Telefonnummer 0800 809 802 400.
Die Schaffung von Informations- und Beratungsangeboten ist eine der im Wärmeplan definierten Maßnahmen, wie Tobias Reuter, Koordinator Wärmeplanung im Amt für Umwelt und Klimaschutz der Stadt Melle, berichtete. Dazu solle die Bevölkerung in einem ersten Schritt umfassend über die Wärmeplanung informiert werden. Anschließend sind weitere Formate wie zum Beispiel Vorträge oder Workshops angedacht. Zudem sollen Musterlösungen für die Gebäudesanierung mit dem Umstieg auf regenerative Energieträger entwickelt werden, die dann als Beispiele für unterschiedliche Gebäudetypen dienen können.
Abgerundet wurde die Veranstaltung, moderiert von Tanja Gründer vom Zentrum für Digitale Entwicklung GmbH (ZDE), durch eine Talkrunde, an der neben Bürgermeisterin Jutta Dettmann, David Fischer, Anke Vonhoff-Rickelt und Tobias Reuter auch Ludger Flohre als Geschäftsführer der Melle Netze GmbH & Co. KG teilnahmen. In diesem Forum nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen rund um das Thema Kommunale Wärmeplanung zu stellen.
Während der Talkrunde wurde eines deutlich: Die Entwicklung von Wärmenetzen will die Stadt weiter begleiten und vorantreiben, damit in den identifizierten Wärmenetzeignungsgebieten zukünftig Netze gebaut werden können. Wer in solch einem Eignungsgebiet liegt, kann sein Interesse an einem Wärmenetzanschluss bei der Stadt Melle melden, wofür es zu gegebener Zeit ein entsprechendes Formular auf der Wärmeplanungs-Website geben wird. Eine Pflicht zum Anschluss an ein Wärmenetz gibt es dabei derzeit nicht und deshalb können sich Gebäudeeigentümer auch immer für eine Einzellösung entscheiden. Welche der unterschiedlichen regenerativen Heizungsformen wie Wärmepumpe, Biomasse, oder Hybridheizung, die richtige für die eigene Immobilie ist, kann am besten in einer Energieberatung bestimmt werden. Auf eine eigene Heizungslösung werden in Zukunft auch diejenigen angewiesen sein, die außerhalb eines Wärmenetzeignungsgebietes und somit in einem Einzelversorgungsgebiet liegen. In welchem Gebiet man sich im Einzelfall befindet, kann dem fertigen Wärmeplan entnommen werden. Im Bürgerdialog wurden die Ergebnisse der Wärmeplanung der Öffentlichkeit in Präsentationen vorgestellt.
Wer sich im Detail informieren und in den fertigen Wärmeplan schauen möchte, hat dazu voraussichtlich ab dem 23. Mai 2025 auf der Wärmeplanungsseite der Stadt Melle die Gelegenheit.
Bei Fragen hilft der Koordinator Wärmeplanung, Tobias Reuter, Telefon 05422/965-369, gerne weiter. Alle Informationen zum Kontakt und rund um das Thema der kommunalen Wärmeplanung finden Sie unter: www.melle.info/waermeplanung.
© Stadt Melle
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