
Fahrzeugübergabe im Sonnenschein mit (von links) Andreas Hafer, Alfred Reehuis, Bernd Gieshoidt, Achim Schlörmann, Jutta Dettmann, Konrad Schönberg, Dr. Robert Schönberg, Andreas Dreier und Roland Schönberg.© Stadt Melle Mit der Bereitstellung der Drehleiter knüpft die Stadt Melle an bereits erfolgte Fahrzeugübergaben für die Ukraine an. Bereits im Jahr 2022 wurden ein Rüstwagen und ein Löschgruppenfahrzeug der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte sowie ein Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuerwehr Wellingholzhausen zur Verfügung gestellt. Im Jahr darauf folgte ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 der Ortsfeuerwehr Gesmold. Auch diese Fahrzeuge befanden sich viele Jahre im Einsatzdienst, sind jedoch weiterhin voll funktionsfähig. Gleiches gilt für das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24-Tr aus dem Jahr 1997, das bis 2024 bei der Ortsfeuerwehr Riemsloh im Dienst stand und ebenfalls in die Ukraine gebracht wurde, in der es nach wie vor gute Dienste leistet.
Bürgermeisterin Jutta Dettmann betonte bei der Übergabe des Drehleiterfahrzeugs die Bedeutung der Unterstützung für die Menschen in der Ukraine: „Die Drehleiter soll an ihren zukünftigen Einsatzorten nicht nur bei Löscheinsätzen, sondern vor allen Dingen bei der Menschenrettung zum Einsatz kommen.“ Gerade bei Einsätzen nach Luftangriffen oder Bränden in mehrgeschossigen Gebäuden könne eine Drehleiter wie diese einen wichtigen Beitrag zur Menschenrettung leisten, hob Jutta Dettmann hervor.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, Alfred Reehuis, erinnerte daran, dass die Idee zur Weitergabe der Drehleiter im Fachausschuss entstanden war. Ziel sei es gewesen, das Fahrzeug weder zu veräußern noch zu versteigern, sondern als Zeichen der Menschlichkeit der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Diesem Vorschlag habe sich der Rat der Stadt Melle einstimmig angeschlossen.
Trotz ihres Alters von 32 Jahren befinde sich die Drehleiter in einem sehr guten Zustand und sei vollumfänglich einsatzfähig, berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister von Melle-Mitte, Achim Schlörmann. Die robuste und bewährte Fahrzeugtechnik biete zudem den Vorteil, dass Reparaturen und Wartungsarbeiten häufig mit einfachen Mitteln und ohne aufwendige Spezialdiagnostik durchgeführt werden können. Ersatzteile und technische Komponenten seien vielerorts noch verfügbar, sodass das Fahrzeug auch unter schwierigen Einsatzbedingungen zuverlässig betrieben werden könne, erläuterte Schlörmann.